Phoenix und Tele
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Wovon sollen wir leben, wenn nicht von guter Musik, die durch's Leben trägt und uns auf Konzerten in Perfektion beschallt? Eben. Tele gehören definitiv zu den Bands, die mit ihrer Musik Leben retten können und so muss man hinter die Frage, ob man Tele 2004 live gesehen haben muss, ein dickes Ausrufezeichen setzen. Was für ein Glück, dass sie kurzerhand die Aufgabe als Virginia Jetzt!-Support kündigten und zusammen mit Phoenix in Hamburg gastierten. Dazu noch in der Markthalle - wow! Trotz der Eintrittspreise von 25 Euro war es eine Ehrensache, sich diesen Abend nicht entgehen zu lassen. Also auf zur Markthalle!
Pünktlicher Einlass, keine weiteren Komplikationen und schon standen bzw. saßen meine Begleitung und ich in der Markthalle und freuten uns über die vielen Menschen, die mit der gleichen Gesinnung sich dort versammelt hatten und ein breites Grinsen aufsetzten, als Tele pünktlich die Bühne betraten. Los ging's mit "Rot" und obwohl noch alle saßen, ging ein merkbares Zucken durch sämtliche Körperglieder der Anwesenden. Tele hatten offensichtlich keine Lust auf ein Sitzkonzert und baten die Menge, sich doch vor der Bühne zu versammeln, da, wie sie sagten, die Notausgänge und Fluchtwege nicht versperrt werden dürften. Das Publikum folgte brav und weiter ging es mit "Wiermir", was zum Tanzen animierte, ebenso wie "Die besseren Zeiten" und die aktuelle Single "Falschrum". Auch ein Saxophonist hatte hin und wieder seinen großen Einsatz und dafür gab es viel Aufmerksamkeit und Begeisterung. Tele sind halt einfach toll! Schließlich kam mein heimlicher Favorit "Now Now Now" und nicht nur ich schüttelte mich mit Freude durch dieses Lied. Abschließend spielten Tele noch "Wenn Du gehst" und interpretieren Lumidees "Never Leave You" in einer gelungenen Reggae-Version. Besser konnte der Abend gar nicht mehr werden, was mir die stahlenden Gesichter der Anwesenden bestätigten. Aber natürlich wurde noch einer draufgesetzt und diesmal von den eigentlichen "Stars": Phoenix.
Mit großem Beifall und viel Gejubel betraten Phoenix die Bühne und rockten sofort los. Die Menge war von der ersten Sekunde an wie elektrisiert und nicht mehr zu stoppen, jeder war am Tanzen und Jubeln und Strahlen und wer konnte, sang Wort für Wort mit. Die Begeisterung übertrug sich sichtlich auf die Band und die sieben Personen, die dort auf der Bühne standen, gaben ihr Bestes und rockten als würde es um ihr Leben gehen. Ein Lied toppte das andere und Phoenix konnten sich auch Späßchen mit dem Publikum erlauben, denn mit Feuereifer wurde jedem Aufruf des Mitklatschens und Mitsingens gefolgt. Selten habe ich das Hamburger Publikum mit so viel Euphorie gesehen und noch weniger in solch einer Lautstärke erlebt! Nach einer Zugabe verließen Phoenix schließlich nach einer guten Stunde die Bühne und hinterließen ein beglücktes und zufriedenes Publikum. Wohl jeder verspürte den Wunsch, dass dieses Konzert hätte noch ewig gehen können und so behalf man sich wenigstens mit Erinnerungen am Merchandise-Stand. Ein durch und durch gelungener und zauberhafter Abend, der nach Wiederholung, vor allem aber nach Weiterempfehlung schreit. Ich darf also bitten!